Wirtschaft ist immer im Wandel. Neue Technologien, soziale und politische Änderungen, globale Entwicklungen, all das verändert laufend unsere Arbeitswelt und unser Unternehmertum. Gerade heute ändern sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen besonders schnell. Doch weiterhin gilt: Zukunft passiert nicht einfach, Zukunft wird gemacht.
25.000 Euro für Ideen zur Wirtschaft von morgen
Die B&C Privatstiftung wollte herausfinden, welche Wirtschaft sich junge Menschen für die Zukunft wünschen. Darum rief sie anlässlich ihres 25. Jubiläums den Textwettbewerb Zukunft schreiben aus und lud junge Menschen von 20 bis 25 Jahren ein, ihre Ideen und Visionen einzureichen. Gesucht wurden kreative und kritische Perspektiven auf aktuelle Herausforderungen sowie Impulse für die Diskussion über die Zukunft unserer Wirtschaft und unseres Standortes. Für die fünf besten Einreichungen stellte die B&C Privatstiftung ein Preisgeld von jeweils 5.000 Euro bereit. Zusätzlich prämierte sie 15 weitere Texte mit je 500 Euro als besondere Anerkennung.
Die Gewinner:innen stehen fest
Die besten 5 Texte wurden prämiert
Insgesamt wurden über 170 Essays eingereicht. Bei der feierlichen Preisverleihung am 7. Mai 2026 prämierte die Stiftung die fünf besten Texte und übergab je 5.000 Euro an Hannah Maria Clemens, Nikola Marie Hochedlinger, das Duo Matthias Kargl und Anna Pichler, Manuel Peer und Lena Wagner.
Zusätzlich 15 Texte mit besonderer Anerkennung
Die Anzahl und die Qualität der Einreichungen übertrafen die Erwartungen der Jury, weshalb die B&C Privatstiftung den Kreis der Auszeichnungen erweiterte und zusätzlich 15 „Besondere Anerkennungen“ mit jeweils 500 Euro Preisgeld vergab.
Wir haben nach eigenständig verfassten Essays mit einer klaren Vision für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Österreich gefragt. Zentrale Bestandteile waren eine kurze Einordnung der aktuellen Lage, eine konkrete Zukunftsvision sowie umsetzbare Vorschläge und eine abschließende Reflexion. Optional konnte die Einreichung durch ein kreatives Element, etwa ein kurzes Video oder eine visuelle Darstellung, erweitert werden.
Die Jury hat sich entschieden!
Die Jury hat intensiv gelesen, diskutiert und bewertet und war von der hohen Qualität und der Vielzahl der Einreichungen beeindruckt. Aufgrund dieser hervorragenden Beiträge hat sich die B&C Privatstiftung dazu entschieden, neben den Top 5 auch weitere 15 Texte mit einem Anerkennungspreis auszuzeichnen.
B&C-Stiftungsvorständ:innen Erich Hampel, Birgit Noggler, Wolfgang Hofer und Leiterin des B&C-Förderwesens Donia Lasinger mit den Autor:innen der Top 20-Essays für den Textwettbewerb Zukunft schreiben, (c)Alexander Müller
Die 5 besten Essays
Hannah Maria Clemens: Die wirtschaftliche Zukunft Österreichs Hannah Maria Clemens beginnt ihre Analyse mit den Stärken des österreichischen Standorts: der hohe Lebensstandard, die gut ausgebaute Infrastruktur und eine Wirtschaft, „die in vielen Nischen international konkurrenzfähig ist“. Doch eine besonders große Herausforderung sieht sie im demografischen Wandel und dem damit einhergehenden Fachkräftemangel. Daher plädiert sie für eine neue Migrationspolitik, die „Integration als Investition versteht“ – inklusive schnellerer Anerkennung von Qualifikationen und beschleunigter Visa-Prozesse in Engpassberufen. Gleichzeitig brauche es dabei klare Regeln für das interkulturelle Zusammenleben, um den sozialen Zusammenhalt – für Clemens ein entscheidender Standortfaktor – zu wahren.
Nikola Marie Hochedlinger: Vom Nobelpreis zur Wirtschaft – Quantenphysik als Chance für Österreich Nikola Marie Hochedlinger sieht für Österreich ein erhebliches, bislang ungenutztes Potenzial im Bereich der Quantenphysik, das durch wissenschaftliche Spitzenleistungen wie den Nobelpreis von Anton Zeilinger international sichtbar geworden ist. Sie argumentiert, dass insbesondere durch die Verbindung von Quantenforschung, Start-up-Förderung und Künstlicher Intelligenz (KI) neue Märkte erschlossen, die Wirtschaft diversifiziert und ein wettbewerbsfähiger High-Tech-Sektor aufgebaut werden kann.
Anna Pichler und Matthias Kargl: Oeddysee Anna Pichler und Matthias Kargl zeichnen das Bild von Österreich auf einer „Öddysee“ – einer „Fahrt“ durch geopolitische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Unsicherheiten. In ihren Augen verfügt das Land zwar über starke Grundlagen, ist jedoch träge („gut gebaut, aber schwer beladen“) und verliert laufend durch Demografieprobleme und Reformstau an internationaler Wettbewerbsfähigkeit. Um gegenzulenken, sprechen sie sich für „schöpferische Zerstörung“ nach Joseph Schumpeter aus: Wachstum durch mehr Wettbewerb, bei dem Althergebrachtes über Bord geworfen wird. Österreich brauche mehr Risiko- und Reformbereitschaft, um sich wie Odysseus erfolgreich auf offener See in einer sich wandelnden Welt zu behaupten.
Manuel Peer: Symbiose aus Tradition und Technologie – Eine Vision für den Wirtschaftsstandort Österreich Manuel Peer betont, dass Österreich zwar über eine starke wirtschaftliche Basis und hohe Lebensqualität verfügt, sich jedoch durch Risikoaversion, Bürokratie und mangelnde Innovationsbereitschaft selbst ausbremst. Er entwirft unter anderem die Vision von Österreich als „Green Innovation Hub“, einem globalen Zentrum für nachhaltige Technologien, wissensbasierte Wirtschaft und digitalen Humanismus. Abschließend betont Peer, dass nur Mut zu Veränderung den langfristigen Wohlstand sichern kann.
Lena Wagner: Wofür wir wirklich stehen. Ein Essay über den Willen zum Wandel Lena Wagner analysiert, dass Österreich zwischen Stabilität und Innovationsstau gefangen ist und dass vor allem eine ausgeprägte „Skepsis gegenüber dem Neuen“ den notwendigen Wandel hemmt. Sie entwickelt daraufhin die Vision eines zukunftsfähigen Wirtschaftsstandorts. Unter anderem schlägt sie vor, dass Schülerinnen und Schüler einen Tag pro Woche an echten Betriebsprojekten arbeiten, neue steuerliche Anreize für Unternehmensbeteiligungen von Beschäftigten entwickelt werden und die Digitalisierung das Gesundheitssystem entlastet. Insgesamt ermutigt sie Österreich zu mehr Risikobereitschaft, aber auch zu mehr Vertrauen und Zusammenarbeit.
Natalie Bertl: Es ist 6 nach 8 in der Bildungspolitik – Allokationsprozesse im Bildungssystem und ihre volkswirtschaftlichen Folgen
Die Autorin beschreibt eine Berufsorientierungssituation in einer Mittelschule in Wien um 8:06 Uhr und nutzt sie als Ausgangspunkt für eine grundlegende Kritik am österreichischen Bildungssystem, für das sie unter anderem ein systematisch verankertes Orientierungssemester mit realen Betriebserfahrungen sowie eine stärkere Einbindung von Fachkräften aus nicht-akademischen Berufen fordert.
Anna Birglechner: Für welche Zukunft soll ich unterrichten?
Birglechner fordert stabile Lebensbedingungen für junge Menschen, mehr Wertschätzung für Fürsorgearbeit und ein Bildungssystem, das Menschen als Persönlichkeiten stärkt.
Oguzhan Ezim: Fachkräfte behalten statt abwerben
Nur durch effiziente Verwaltung, klare Prozesse und gezielte Zuwanderung kann Österreich wettbewerbsfähig bleiben und langfristig stabile Perspektiven bieten, so Ezim.
Paula Filzwieser: Liebe „Gen-Z“!
Paula Filzwieser lobt die Krisenresilienz und Anpassungsfähigkeit der „Gen Z“ und sieht deren Bildung, wirtschaftliche Kompetenz und politische Mitbestimmung als zentrale Hebel für die Stärkung des Standorts.
Rita Fussenegger: Aktivieren statt Verwalten – Wie Österreich seine wirtschaftliche Zukunft sichern kann
Fussenegger plädiert für eine Wirtschaft, in der Menschen sich gebraucht fühlen und Verantwortung übernehmen.
Daniel Graf:Einen Schritt zurück – und damit weiter als andere Graf setzt für seine Vision auf erneuerbare Energien, hochwertige Landwirtschaft, Bildung und wissensbasierte Wirtschaft als Fundament.
Leopold Hamtil-Sillaber und Tobias Kolar: Österreich 2050 – Vom Wohlstandsverwalter zum europäischen Visionär
In ihrer Vision für 2050 beschreiben die Autoren Österreich als Innovations-, Industrie- und Forschungsstandort Europas. Wien soll Zentrum für Skalierung, Kultur und Technologie werden, Österreich zugleich finanzielle und logistische „Brücke“ zwischen europäischen Märkten durch seine besondere Lage im Herzen des Kontinents sein.
Moritz Jeitler: Mutig in die neuen Zeiten. Durchwurschteln adé Jeitler skizziert einen Staat, der schneller entscheidet, Bürokratie abbaut und Innovation ermöglicht. Bildung, Arbeitsmarkt und Familienpolitik wären dabei stärker leistungs- und erwerbsorientiert gestaltet.
Milan Jovetic.: Der "Karlsplatz-Effekt" – Vom falschen Ausgang zur Standortstrategie 2050 Anhand einer persönlichen Erfahrung am Wiener Karlsplatz zeigt Jovetic, wie unklare Wege, fehlende Orientierung und ineffiziente Strukturen Zeit und Energie kosten können. Dieses Prinzip überträgt Jovetic auf die wirtschaftliche Entwicklung Österreichs bis 2050, er plädiert dabei unter anderem für eine klare strategische Spezialisierung der Industrie.
Karin Kaufman: Zwischen Croissant und Karriere – Eine Vision für Österreichs Wirtschaftsstandort Kaufman zeichnet das Bild eines Standorts, der Vertrauen schafft, Unsicherheit reduziert und Menschen befähigt, aktiv an der Zukunft mitzuwirken.
Paul Kraker und Niklas Kapeller: Dossier: Österreichs Wirtschaft 2025-2050. Lehren aus einer Erfolgsgeschichte
Die beiden Autoren skizzieren ein Österreich im Jahr 2050, das durch Wandlungsfähigkeit, Pragmatismus und eine konsequente Industriestrategie ein führender Standort in einem starken Europa werden konnte.
Emma Lipka: Ressource Mensch – die wichtigste überhaupt
Der Mensch und die unterschiedlichen Bedürfnisse sind für Lipka die wichtigsten wirtschaftlichen Ressourcen, die durch Bildung weiterentwickelt werden müssen.
Florian Rivalta: Quantenlabor Österreich – Zwischen Forschungsruhm und verpassten Chancen für den Wirtschaftsstandort
Rivalta fordert mehr Risikokapital, staatliche Pilotprojekte und mehr Bewusstsein dafür, dass aus wissenschaftlichem Ruhm auch wirtschaftliche Stärke entstehen muss.
Iza-bella van der Veen: Das Update für die Alpenrepublik. Warum wir unsere Sicherheit riskieren müssen, um sie zu behalten
Für 2050 entwirft van der Veen die Vision Österreichs als „Trust Leader“, der durch Ethik, Rechtssicherheit und Vertrauen im digitalen Zeitalter Wettbewerbsvorteile schafft.
Patrick Zeitlhofer: Österreich 2050: Eine Zukunft, die wir gestalten! Zeitlhofer betont, Österreich könne durch Qualität „Made in Austria“, klare Ziele und stabile Rahmenbedingungen wieder eine führende Rolle einnehmen, sofern Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft gemeinsam gedacht werden.
Erörtere auf maximal fünf A4-Seiten deine Ideen und Visionen für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Österreich. Die Leitfragen und Bewertungskriterien können dich dabei unterstützen, du musst deinen Text jedoch nicht zwingend danach strukturieren. Dein Essay sollte nachvollziehbar aufgebaut sein: von einer kurzen Analyse der Ausgangslage über eine klar formulierte Zukunftsvision bis hin zu konkreten Vorschlägen, wie diese Zukunft erreicht werden kann. Eine abschließende Reflexion fasst deine wichtigsten Gedanken oder Botschaften zusammen. Der Text muss eigenständig verfasst sein, ohne KI-generierte Inhalte (siehe Details dazu in den Teilnahmebedingungen).
Dein Text ist in Times New Roman oder Arial (12 pt), mit 1,5-zeiligem Zeilenabstand und 2,5 cm Seitenrändern zu formatieren. Die Einreichung erfolgt als eine einzige PDF-Datei über das Online-Formular. Optional kannst du eine kreative Arbeit ergänzen, z. B. ein15 bis 30 Sekunden langes Video, eine Grafik oder ein Bild, um deine Motivation oder deine Vision zusätzlich zu veranschaulichen. Alle Details findest du in den nachfolgenden Informationen.
TOP 20
(in alphabetischer Reihenfolge nach Nachnamen)
Natalie Bertl Es ist 6 nach 8 in der Bildungspolitik
Anna Birglechner Für welche Zukunft soll ich unterrichten?
Hanna Maria Clemens Zwischen Sorge und Zuversicht: Mein Blick auf Österreichs Wirtschaft
Oguzhan Ezim Fachkräfte behalten statt abwerben
Paula Filzwieser Liebe Gen Z!
Rita Fussenegger Aktivieren statt Verwalten: Wie Österreich seine wirtschaftliche Zukunft sichern kann
Daniel Graf Einen Schritt zurück - und damit weiter als andere
Leopold Hamtil-Sillaber & Tobias Kolar Österreich 2050 - Vom Wohlstandsverwalter zum europäischen Visionär
Nikola Marie Hochedlinger Vom Nobelpreis zur Wirtschaft: Quantenphysik als Chance für Österreich.
Moritz Jeitler Mutig in die neuen Zeiten - Durchwurschteln adé
Milan Jovetic Der „Karlsplatz-Effekt”.
Niklas Kapeller und Paul Kraker Dossier: Österreichs Wirtschaft 2025-2050 - Lehren aus einer Erfolgsgeschichte
Matthias Kargl und Anna Pichler Öddysee
Karin Kaufman Zwischen Croissant und Karriere: Eine Vision für Österreichs Wirtschaftsstandort.
Emma Lipka Ressource Mensch - die wichtigste überhaupt
Manuel Peer Symbiose aus Tradition und Technologie:Eine Vision für den Wirtschaftsstandort Österreich
Florian Rivalta Quantenlabor Österreich - Zwischen Forschungsruhm und verpassten Chancen für den Wirtschaftsstandort
Iza‑bella van der Veen Das Update für die Alpenrepublik: Warum wir unsere Sicherheit riskieren müssen, um sie zu behalten
Lena Wagner Wofür wir wirklich stehen. Ein Essay über den Willen zum Wandel.
Patrick Zeitlhofer Österreich 2050: Eine Zukunft, die wir gestalten!
Die Einreichfrist hat geendet
Wer entscheidet über die Vergabe der Preise?
Die Beurteilung der Texte und Auswahl der Gewinnertexte erfolgt mittels Punktevergabe durch eine unabhängige Jury. Sie besteht aus Expert:innen aus den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung.
Ausgezeichnet werden fünf Texte, die die höchste Gesamtpunktezahl erzielen. Die Mitglieder der Jury sind in der Beurteilung der Texte und Punktevergabe frei. Weitere Information folgen zeitnah.
Nach welchen Kriterien wird dein Text bewertet?
Relevanz, Originalität und Kreativität
Argumentationsstruktur & Überzeugungskraft
Zukunftsbezug & Gestaltungswille
Zusatzpunkte (bei besonders kreativem Zugang, Weitblick oder innovativer Umsetzung)
Wer entscheidet über die besten Texteinreichungen?
Die Beurteilung der Essays und Auswahl der Gewinnertexte erfolgt mittels Punktevergabe durch eine unabhängige Jury. Sie besteht aus Expert:innen aus den Bereichen Wissenschaft & Forschung, Wirtschaft & Start-ups, Politik & Verwaltung sowie der Zivilgesellschaft. Ausgezeichnet werden fünf Essays, die die höchsten Gesamtpunkte erzielen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.