Houskapreis 2026

Preisverleihung am 21. April 2026

Das war der Houskapreis 2026

Österreichs beste Forschungsprojekte wurden am 21. April 2026 vor mehr als 400 Gästen aus Wirtschaft und Wissenschaft mit dem renommierten Houskapreis der B&C Privatstiftung ausgezeichnet. Im Zentrum des Abends standen die prämierten Projekte aus den Bereichen Hochschulforschung, außeruniversitäre Forschung sowie Forschung & Entwicklung in KMU. 2026 wurden pro Kategorie erstmals drei Forschungsprojekte nominiert, die damit allesamt als Gewinner hervorgingen. Entscheidend waren dabei neben wissenschaftlicher Exzellenz insbesondere der Innovationsgrad, die wirtschaftliche Umsetzbarkeit und der konkrete Nutzen.ich

TU Wien, AIT und sendance gewinnen den Houakspreis 2026

In der Kategorie Hochschulforschung überzeugte das Team der TU Wien unter der Leitung von Helmut Riedl‑Tragenreif mit mikrometerdünnen Hochtemperatur‑Beschichtungen, die Turbinenbauteile widerstandsfähiger machen und ihre Lebensdauer erhöhen. In der Kategorie Außeruniversitäre Forschung gewann Bharath Varsh Rao mit seinem Team vom AIT Austrian Institute of Technology für "Voltera", eine KI‑gestützten Lösung zur präzisen Einschätzung und Steuerung von Niederspannungsnetzen in Echtzeit. In der Kategorie Forschung & Entwicklung in KMU wurde das Wiener Unternehmen sendance ausgezeichnet. Die Plattform des Teams rund um Robert Koeppe ermöglicht eine datenbasierte, präzise Anpassung orthopädischer Hilfsmittel und verbessert so die Patientenversorgung. Die Erstplatzierten erhalten ein Preisgeld von je 150.000 Euro.

Das Forschungsteam um Gunpreet Coudert Oberoi und Ewald Unger von der Medizinischen Universität Wien wurde für seine Forschungsarbeit "Smart Versatile Auto-Stop Navigation-Bohrplattform (SVAN)" von Schüler:innen der Sir Karl Popper Schule mit dem Mariella-Schurz-Preis prämiert.

Die B&C Privatstiftung gratuliert herzlich!

Kategorie
Hochschulforschung

Houskapreis 2026 - 1. Platz in der Kategorie Hochschulforschung für TU Wien: v.l.n.r. Erich Hampel (B&C), Ulrich Miller und Oliver Hudak (Fa. Plansee), Helmut Riedl-Tragenreif (TU Wien), Klaus Böbel (Fa. Oerlikon), Peter Ertl (TU Wien), Birgit Noggler (B&C), Foto: Alexander Müller

1. Platz: The Hotter, the Better – Mikrometerdünne Schichten für maximale Performance

TU Wien, Institut für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie

Assoc.Prof. DI Dr. Helmut Riedl-Tragenreif; Dr.-Ing. Peter Polcik (Fa. Plansee); DI Klaus Böbel (Fa. Oerlikon)

Houskapreis 2026 - 2. Platz in der Kategorie Hochschulforschung für IMBA/ÖAW, v.l.n.r.: Erich Hampel (B&C), Tobias Ilmer (IMBA), Lavinia Ceci Ginistrelli (IMBA), Sasha Mendjan (IMBA), Stefan Jahnel (IMBA), Birgit Noggler (B&C), Foto: Alexander Müller

2. Platz: Menschliche Herzmodelle revolutionieren die Wirkstoffsuche

Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW), Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA)

Assist. Prof. Sasha Mendjan, PhD

Houskapreis 2026 - 3. Platz in der Kategorie Hochschulforschung & Mariella-Schurz-Preis für MedUni Wien/SVAN, v.l.n.r.: Erich Hampel (B&C), Michaela Fritz (MedUni Wien), Gunpreet Coudert Oberoi (MedUni Wien, SVAN), Ewald Unger (MedUni Wien, SVAN), Michael Bacher (SVAN), Birgit Noggler (B&C), Foto: Alexander Müller

3. Platz und Mariella-Schurz-Preis: Smart Versatile Auto-Stop Navigation-Bohrplattform (SVAN)

MedUni Wien, Zentrum für Medizinische Physik und Biomedizinische Technik

DDr.in Gunpreet Coudert Oberoi, PhD, MS, BDS; Hofrat Ing. Ewald Unger

Kategorie
Außeruniversitäre Forschung

Houskapreis 2026 - 1. Platz in der Kategorie Außeruniversitäre Forschung für AIT/Center for Energy, v.l.n.r.: Erich Hampel (B&C), Friedrich Kupzog (AIT), Mark Stefan (AIT), Bharath Varsh Rao (AIT), Gregor Taljan (Energienetze Steiermark), Birgit Noggler (B&C), Foto: Alexander Müller

1. Platz: Voltera – KI-gestütztes Netzmanagement für sichere, flexible Energie

AIT Austrian Institute of Technology GmbH, Center for Energy

Dr. Bharath Varsh Rao, B.Eng. M.Sc.

Houskapreis 2026 - 2. Platz in der Kategorie Außeruniversitäre Forschung für JOANNEUM RESEARCH, v.l.n.r.: Erich Hampel (B&C), JOANNEUM RESEARCH: Heinz Mayer (JR-GF), Ulrich Trog (MATERIALS-Direktor), Andreas Tschepp, Barbara Stadlober und Martin Zirkl (Projektteam), Birgit Noggler (B&C), Foto: Alexander Müller

2. Platz: PyzoFlex – Sensortechnologie der Zukunft

Joanneum Research Forschungsgesellschaft mbH, Institut für Sensorik, Photonik und Fertigungstechnologien

DI Andreas Tschepp; Mag. Dr. Martin Zirkl; Mag. Gregor Scheipl; Mag.a Dr.in Barbara Stadlober

Houskapreis 2026 - 3. Platz in der Kategorie Außeruniversitäre Forschung für AIT/Center for Technology Experience, v.l.n.r.: Erich Hampel (B&C), Lukas Kröninger (AIT), Christine Wahlmüller-Schiller (AIT), Jakob Carl Uhl (AIT), Manfred Tscheligi (AIT), Markus Murtinger (AIT), Birgit Noggler (B&C), Foto: Alexander Müller

3. Platz: Green Manikin – KI-gestütztes Mixed-Reality-Erste-Hilfe-Training

AIT Austrian Institute of Technology GmbH, Center for Technology Experience

Jakob Carl Uhl, MSc; Co-Leitung: DI Helmut Schrom-Feiertag; Mag. Markus Murtinger; Marketing: Dr. Christine Wahlmüller-Schiller

Kategorie
Forschung & Entwicklung in KMU

Houskapreis 2026 - 1. Platz in der Kategorie Forschung & Entwicklung in KMU für sendance, v.l.n.r.: Erich Hampel (B&C), Raphael Siegl (sendance), Vera Pamminger (sendance), Thomas Stockinger (sendance), Birgit Noggler (B&C), Foto: Alexander Müller

1. Platz: sendance Plattform

sendance GmbH

Dr. Robert Koeppe; Dr.in Daniela Wirthl; DI Thomas Stockinger, BSc; DIin Vera Pamminger, BSc

Houskapreis 2026 - 2. Platz in der Kategorie Forschung & Entwicklung in KMU für AT Space GmbH, v.l.n.r.: Erich Hampel (B&C), Erich Neubauer (AT Space), Christine Neubauer (AT Space), Doris Kitzmantel (AT Space), Michael Kitzmantel (AT Space), Birgit Noggler (B&C), Foto: Alexander Müller

2. Platz: AstroLink

AT Space GmbH

DI Michael Kitzmantel; DI Dr. Erich Neubauer; Ing. Emanuel Feuerstein

Houskapreis 2026: 3. Platz in der Kategorie F&E in KMU für Ocean Maps GmbH, v.l.n.r.: Erich Hampel (B&C), Klemens Svetitsch (Ocean Maps), Michael Altrichter (Aufsichtsrat, Investor), Thomas Nemetz (Ocean Maps), Birgit Noggler (B&C), Foto: Alexander Müller

3. Platz: Ocean Maps – Digitaler Zwilling

Ocean Maps GmbH

DI Dr. Thomas Nemetz; Klemens Svetitsch, BSc, MA

Zweistufiges Auswahlverfahren

Die drei Kategorien Hochschulforschung, Außeruniversitäre Forschung sowie Forschung & Entwicklung in KMU wurden getrennt voneinander beurteilt. Die Evaluierung der eingereichten Projekte erfolgte in einem zweistufigen Verfahren durch Fachbeiratsgremien und eine international anerkannten Fachjury. Die Fachbeirät:innen bedienten sich externer Gutachten zur Erarbeitung einer fundierten Entscheidungsgrundlage und schlugen eine erste Reihung vor, die von der Fachjury final beurteilt wurde.

Je Kategorie wurden drei Projekte nominiert. Für den Mariella-Schurz-Preis bestimmte eine Oberstufenklasse der Sir Karl Popper Schule unter allen nominierten Projekten, unabhängig von der Platzierung durch die Fachexpert:innen, ein eigenes Gewinnerprojekt. Die B&C Privatstiftung hat den Houskapreis im Rahmen einer festlichen Preisverleihung am 21. April 2026 vergeben. Insgesamt betrug das Preisgeld 760.000 Euro. Die Erstplatzierten sowie das Mariella-Schurz-Preis-Gewinnerteam erhielten zusätzlich eine Houskapreis-Statue.

Preisverleihung am 21. April 2026

Livestream - 01:26 Std.
Regie: Gregor Hofbauer
Produktion: Concept Solutions

Mariella-Schurz-Preis 2026

Schüler:innen der Sir Karl Popper-Schule gestalteten für den Mariella-Schurz-Preis eine eigene Statue. Foto: Gregor Hofbauer

Der Mariella-Schurz-Preis greift die zentralen Förderschwerpunkte der B&C Privatstiftung auf: Forschung und Bildung. In Kooperation mit einer Oberstufenklasse der Sir Karl Popper Schule wurden alle nominierten Projekte erneut analysiert und bewertet. Ausgezeichnet wurde ein Forschungsteam der Medizinischen Universität Wien für die "Smart Versatile Auto-Stop Navigation“-Bohrplattform (SVAN), eine Technologie zur Erhöhung der Sicherheit bei chirurgischen Eingriffen.

Donia Lasinger, Leiterin des Förderwesens der B&C Privatstiftung, mit der Schüler:innen-Jury und dem Houskapreis-Team, Foto: B&C

Für den Mariella-Schurz-Preis stellt die B&C Privatstiftung ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro zur Verfügung und unterstreicht damit die Bedeutung der Auszeichnung für Forschung und Bildung. Darüber hinaus erhält das Gewinnerteam im Rahmen der feierlichen Preisverleihung eine eigens von Schülerinnen und Schülern gestaltete Houskapreis-Statue. Diese wurde heuer von einer Schülergruppe der Sir Karl Popper Schule entworfen. Sie verläuft farblich von Rot zu Blau und glitzert – als Symbol für die Strahlkraft der Forschung. Damit ist jede Statue ein bleibendes Unikat.

trend-Beilage zum Houskapreis 2026

Die trend-Beilage zum Houskapreis 2026 bietet einen umfassenden Überblick über den Forschungspreis der B&C Privatstiftung. Vorgestellt werden die prämierten Projekte, die Gewinner:innen sowie die Preisverleihung. Ergänzend liefert die Beilage Einblicke in die Arbeit von Fachbeiräten und Jury, erklärt den Auswahlprozess und beleuchtet Hintergründe zur Organisation und Bedeutung des Houskapreises.

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Forschung zeigt Wirkung

WEITERENTWICKLUNG. Scheinwerferlicht, Anerkennung und Applaus, garniert mit einem beachtlichen Preisgeld. Dass die Verleihung des Houskapreises für die Gewinner ein außergewöhnlicher Moment ist, liegt auf der Hand. Doch was passiert danach? Und welche Wirkung entfaltet der Preis langfristig? Der Houskapreis wirkt weit über die Auszeichnung hinaus. Er erhöht die Sichtbarkeit anwendungsnaher Forschung in Österreich, stärkt den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und bringt zusätzliche finanzielle Mittel sowie Ressourcen in den Forschungsbereich.
Wie konkret diese Effekte aussehen, zeigt das Beispiel von Bernhard Haslhofer. Er hat 2024 mit seinem Team vom Complexity Science Hub Vienna den zweiten Platz in der Kategorie Außeruniversitäre Forschung belegt. „Durch den Transfer unserer Forschungsergebnisse in operative Werkzeuge, maßgeblich ermöglicht durch den Houskapreis, konnten die bayerischen Strafverfolgungsbehörden 373.000 illegale Darknet-Seiten abschalten“, sagt Haslhofer. Sein Projekt Crypto Finance ermöglicht tiefgreifende Einblicke in Kryptoasset-Ökosysteme und wird inzwischen über ein Spin-off als einsatzfähiges Werkzeug vertrieben.
Auch in der Raumfahrt hat der Preis nachhaltige Spuren hinterlassen. Bernhard Seifert von der FH Wiener Neustadt wurde 2019 für die Entwicklung eines hochintegrierten Ionentriebwerks ausgezeichnet. Heute sind entsprechende Technologien im Einsatz, und der Effekt reicht über das einzelne Projekt hinaus. „Der Preis hat wesentlich dazu beigetragen, die Sichtbarkeit der österreichischen Weltraumforschung zu erhöhen“, bestätigt Seifert.

Für Unternehmen ist der Houskapreis oft ein Türöffner. Gerald Mitteramskogler von der Incus GmbH, Gewinner 2024, berichtet: „Mittlerweile betreibt unser größter Kunde elf unserer Drucksysteme in der Serienfertigung.“ Der Preis habe entscheidend zur internationalen Positionierung beigetragen und zusätzliche Sichtbarkeit geschaffen.
Anwendung der Forschung in die Praxis zeigt ein weiteres Beispiel aus der Medizin. Das Projekt zur enzymatischen Detoxifizierung von Fumonisinen, Siegerprojekt in der Hochschulforschung im Jahr 2014, war zunächst ein Nischenthema. Heute ist die Technologie in der Tierernährung etabliert. Gerd Schatzmayr, der die industrielle Umsetzung des Projekts von Reinhard Grabherr von der BOKU Wien maßgeblich begleitet hat, bringt es auf den Punkt: „Damit Forschung den Schritt von der Idee zur globalen Anwendung schafft, braucht es wissenschaftliche Exzellenz, einen klaren Fokus auf Kundennutzen und langfristige Investitionen.“

B&C
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